Wir brauchen Israel

ISRAEL – natürliche Freundschaft statt politischer Missbrauch
Quasi seit ich denken kann, hege ich eine besondere und tiefe Sympathie für Israel und das Israelische Volk. Das möglicherweise bereits deswegen, weil man dort augenscheinlich “vollständig alleine auf weiter Flur” steht und sich annähernd gegen den Rest der Welt zu behaupten hat.

 

Wir teilen eine gemeinsame Historie, die zum Glück viel mehr als nur den fatal trefflich bezeichneten Holocaust umfasst und wir blicken in weiten Teilen auf gemeinsame Wurzeln und gemeinsame Kultur. Israel liegt dabei geografisch mitten in einem vergleichsweise nahegelegenen Dauerkrisenherd, was uns alle betrifft.

Dann sollte man doch meinen, dass Deutschland und Israel besondere “natürliche” Partner, Freunde und Verbündete sein müssten. Das finde ich allerdings in der Deutschen Politik so nicht wieder und das ist fatal und falsch. Aktuell fluten wir unser Land stattdessen mit teilweise erklärten Todfeinden Israels und stellen unsere grenzenlose Toleranz und unser grenzenloses Gutmenschentum über alles, über unsere Verfassung, über die Menschenrechte und auch über unsere Beziehungen zu Freunden und sogar über unsere eigenen Leute – somit über uns selbst. Wir lassen dabei sehenden Auges auch zu, dass Antisemitismus insbesondere gegen Juden wieder zum Tagesgeschehen wird. Sobald das Wort Asyl fällt, scheint unser gesamter Staatsverstand außer Funktion.

Noch zum Holocaust und zum Medienspektakel “Vogelschiss und Schandmal in Berlin”:
Ich selbst bin Jahrgang 1964 und somit weit von der Zeit vor und während des 2. Weltkrieges entfernt. Eine Schuld an auch noch so schrecklichen Geschehnissen in der Vergangenheit weit vor meinem Lebensbeginn kann mich nicht treffen – und wenn Sie so wollen, auch keine Verantwortung. Sehr wohl betrifft mich eine besondere Verpflichtung entsprechende Lehren zu ziehen und selbstverständlich leben wir weder in noch für die Vergangenheit sondern ausschließlich für heute und für die Zukunft.

Unlängst den Zeitraum Nazideutschland als “Vogelschiss in der Geschichte” zu bezeichnen, halte ich dabei von Dr. Alexander Gauland / AfD (ehemals CDU), den man ansonsten von sehr sachlichen, richtigen und auch besonnenen Beiträgen kennt, für mindestens unopportun. Viel mehr, viel schlimmer aber wohl auch nicht. Und sachlich falsch schon überhaupt nicht – Vogelschiss stinkt und geht, wenn erst mal festgesetzt, kaum noch weg.

Ein ebenfalls ideologisch durch die Medien kolportierter Beitrag ist die Sache mit dem “Denkmal der Schande”. Bezeichnet wird damit der von Herrn Björn Höcke / AfD in 2017 “angestiftete” Eklat in Sachen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal) und einer geforderten neuen und sogenannten “Erinnerungskultur”. Im Zuge der politischen Propaganda insbesondere des Deutschen Staatsfunkes wurde und wird Herr Höcke dazu gerne verfälscht wiedergegeben. Auch konnte der unbedarfte Medienkonsument an keiner – jedenfalls an keiner signifikanten Stelle erfahren, dass es gar nicht Herr Höcke war, der entsprechende Missbilligung dem monströsen und auch m. E. überflüssigen Denkmal (vergl. dazu auch Kommentar von Ignatz Bubis aus 1998 als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland) erstmals zuordnete. Tatsächlich waren sehr ähnliche, wenn nicht identische Wortlaute z. B. vom Kolumnist Henryk Broder (Der Spiegel, Die Welt) und/oder vom Spiegel-Gründer Rudolf Augstein bereits Ende des letzten Jahrhunderts zu hören (vergl. Der Spiegel, 30.11.1998 – “Wir sind alle verletzbar” – wirklich sehr lesenswert).

In Berlin wurde m. E. monströs, unsinnig und auch noch qualitativ schlecht gebaut. Mit den gigantischen Mitteln für Errichtung, Unterhaltung und Flächenverbrauch (Fußballfeld) hätte man Besseres besorgen können – auch für die positive Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

Den Holocaust dabei ständig und seit Jahrzehnten gegen das “heutige” Deutsche Volk zu instrumentalisieren wird nicht zuletzt den Holocaust-Opfern und dem Gedenken an die Opfer nicht gerecht. Tatsächlich wird hier, und wieder m. E. seit Jahrzehnten ein politische Missbrauch betrieben, der, je weiter wir uns in der Zeitachse von den Jahren 1933-1945 entfernen, immer schlimmer und auch immer abstruser zu werden scheint.

An Absurdität kaum zu überbieten, nutzen wir heute den Holocaust um eine Unterwerfung der Deutschen unter die fatale und massiv islamisierende Migrationspolitik der Bundesregierung zu erzwingen, einhergehend mit einem Rückschritt ins tiefste Mittelalter. Wie lange haben wir gekämpft für unsere Demokratie, für die Gleichberechtigung von Mann und Frau und wie lange für die Nicht-Diskriminierung von Schwulen oder Lesben (das hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit dem irrsinnigen Genderwahn in Deutschland zu tun). Wir waren einmal stolz auf unsere Kultur ! Heute soll das scheinbar alles weg. So genau ist mein Empfinden ! Und dieses Empfinden mag man teilen oder nicht, in jedem Fall gilt:

Niemandem ist damit geholfen, außer den Machthabern. Ängstlinge sind besser zu lenken und werden schneller zu Günstlingen – oder zu Gutmenschen, welche sich wiederum von Günstlingen oftmals kaum unterscheiden lassen (vergl. Energiewende und bedauerlicher Klimawahn).

Die auch hier massiv fehlgeleitete Energie sollten wir doch bitte endlich in eine tiefgreifende freundschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Zukunft mit Israel investieren. Dieser ansich logische Zusammenhang ist aber heute offenbar nicht gewollt. Danke an die Medien, danke an die Politik.

Dr. Henning Zoz, 16.08./31.08.2018